Folge 39: Haben wir die Zukunft verpennt?

Haben wir zuviel Blade Runner geguckt? Haben wir grad einen Newsletter von Cyberdyne System bekommen?
Man weiß es nicht!

Aus Gründen kommen die beiden Podcast-Gazellen zu dem Eindruck: “Wir haben die Zukunft verpennt!” Nooooo!

Aber bevor wir zu diesem Schluß kommen, dürft ihr uns bei den bisher epischsten “Hausmitteilungen” beiwohnen.
“Hausmitteilungen” – Was ist das überhaupt für ein Wort?! Das riecht doch schon nach verstaubtem Aktenordnern und Rohrpost. Das ist halt unsere Welt!

Kein Wunder, dass wir so vom Hype Cycle regelrecht überrollt werden!
Sind Blockchain, AI, Serverless und co. die Zukunft? Schon Gegenwart? Ist Software Crafting dann total wertlos?
Ist unsere Verzweiflung gerechtfertigt, oder heulen wir einfach nur mal wieder grundlos rum? Warum haben Bene und Holger eigentlich die Bilderkennungsvorlesung geschwänzt? Mal wieder Fragen über Fragen.
Die Antwort findet ihr vielleicht in dieser Folge!

Links:

Bier:

Der Bene hat Bier aus Kap Verde mitgebracht:
– Ein Strela: Ein schönes Strandbier. Keine Ecken und Kanten, rutscht also gut rein.
– Ein Strela Ego: Ein Starkbier mit 8%. Deutlich gehaltvoller. Lecker!

Datum der Aufnahme: 05.03.2018

4 Gedanken zu „Folge 39: Haben wir die Zukunft verpennt?

  1. stesie kommentierte am 11.03.2018:

    Hey ihr zwei,

    vielen Dank für die coole und wieder sehr kurzweilige Folge 🙂 … ich finde es persönlich sehr “beruhigend”, dass es euch mit den aktuellen “Hype-Themen” auch so geht und dass ihr das vor allem dann offen thematisiert. Eure These, dass es eben verschiedene Gruppen gibt, die sich jeweils in eines der Themen tief eingegraben haben und man eben von allen Gruppen hört (oder auf Twitter liest) es aber halt nicht so ist, dass jeweils einer “alles” weiß, würde ich sofort unterschreiben.

    Persönlich finde ich hauptsächlich Serverless sehr spannend. Ethereum & Solidity habe ich mir mal angesehen — jedoch geht es mir da auch wie von euch im Podcast beschrieben: mir fehlt irgendwie die Kreativität dazu. Ich erinnere mich noch gut daran als ich die Fahrtenbuch-Anwendung (als Beispiel im Video vom CC Chainday) das erste mal sah — und mir dachte “Mensch logisch”, warum biste da nicht selbst drauf gekommen.

    Denke da muss nur noch mehr Zeit vergehen, dass man ein besseres Gefühl dafür bekommt. Bei Serverless dachte ich am Anfang auch, ja wann kann ich das denn bitteschön brauchen — mit der Zeit hat sich da schon ein schärferes Bild gezeichnet.

    Zu Machinelearning habe ich persönlich noch gar keinen Draht. Außer ein “boah ey”, wenn man wieder eine coole Anwendung sieht.

  2. schrieveslaach kommentierte am 12.03.2018:

    Hallo ihr beiden,

    mir hat die Folge auch gut gefallen und schön fand ich, dass Bene den ASF-Kurs an der FH erwähnt hat. Ich muss nur kurz ergänzen, dass es die FH Aachen am Campus Jülich gewesen ist und nicht die FH Jülich. 😄

    Ich unterstütze auch die These, dass sich bestimmte Gruppen auf bestimmte Themen spezialisieren und Experten innerhalb dieses einen Themenkomplexes sind. Ich kann das vielleicht mit einer kleinen Anekdote unterstreichen: In meiner Promotion habe ich mich mit Natural Language Processing (NLP) beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass das Thema gerade für Einsteiger viel zu komplex ist. Daher bin ich mit der Idee um die Ecke gekommen, dass man das für alle Entwickler einfacher gestalten muss, weil ich selbst einfach keine Ahnung von NLP hatte, als ich plötzlich in einem Projekt eine NLP-Anwendung bauen sollte. Ich habe dann meine Idee als Open-Source-Framework umgesetzt (für Interessierte, hier der Link zu NLP Lean Programming framework (NLPf)) und es dann NLP-Experten demonstriert, die sich über Jahre nur mit NLP beschäftigt haben. NLPf ist stark durch das Thema Software-Craftsmanship geprägt (das ASF-Boot-Camp hat dazu beigetragen 😉) und das ganze Engineering hat dazu beigetragen, dass die Experten sehr beeindruckt waren, inwieweit man mit Software-Craftsmanship die Entwicklung von NLP-Anwendungen verbessern kann. Software-Craftsmanship kann aus meiner Sicht in vielen Bereich bestehende Ansätze verbessern. Daher denke ich, dass sich beide Seiten total ergänzen können und man sollte sich nicht davon abschrecken lassen, dass man nicht in allem ein Experte ist.

  3. greelgorke kommentierte am 13.03.2018:

    Hey, nun habe ich es auch geschafft, die Folge zu hören.

    Ihr erlebt ganz klar ein Effekt der zuvielen Wahlmöglichkeiten und nur begrenzten Ressourcen, verbunden mit der Angst abgehängt zu werden. Das hatte ich auch mal, als ich überlegte, wohin ich mich als nächstes wenden sollte mit meinen JS Themen. Das ist eigentlich ganz natürlich. Was mir dagegen half war, sich bewust zu machen, was da passiert, und was bisher in solche fällen passierte. Die Zukunft wird euch nicht weglaufen, sie wird euch eher einholen 😀 Das thema Microservices ist für mich ein paradebeispiel dafür: Es war ein hype, jeder wollte es machen, keiner wusste warum oder wie. Ich beschloss für mich, dass es nur ein weiteres Werkzeug ist und behandelte es bald auch nicht anders als andere Ansätze. Nun ist es genau das geworden, ein Ansatz, der auch noch in mehreren Falvors kommen kann. Wo wir dann bei Serverless wären 😀

    Ich denke, man sollte nicht vergessen, dass das, was jetzt Hype ist, ist in paar jahren Tagesgeschäft, und es wird wieder neue neue Hypethemen geben. Was mir hilft dabei, ist zu genug zu schauen um zu validieren ob eines der Muster, die ich schon kenne zutrifft. Wenn das der fall ist, dann lasse ich das Thema sich entwickeln, bis es geschäftsrelevant wird. Wenn nicht, dann lerne ich mehr darüber, bis ich sehen kann ob ein Muster mutiert ist. Dann kann ich das für mich einpreisen und entscheiden ob es sich lohnt tiefer zu bohren. (z.B. Microservices). Der dritte Fall ist dann wenn etwas wirklich neu ist. Dann warte ich, halte die augen auf, bis jemand kommt und das Thema verdaulich macht. Das sparrt eben die Zeit, die man eh nicht hat.

    Generell steige ich tiefer ein, erst wenn ich absehen kann, dass es mich betrifft. Natürlich kann es passieren, dass der Hype mich auch erwischt, dann switche ich auch von alten Themen weg.

    Ich würde einfach empfehlen Ruhe zu bewahren. Themen kommen und gehen, was bleibt, wird früher oder später in einem (JS)Framework landen. Das argument, ich muss verstehen, was im framework passieren, ist nur halb valide. Ja, muss ich, nach einer zeit. Aber upfront muss ich nur verstehen, warum es sich lohnt es einzusetzen. Das gibt mir zeit.

    Desweiteren, wenn ich in einem Thema spezialist bin, und das Thema ist gesettelt, dann kann ich das als Basis Nutzen um neue Themen zu bearbeiten. Z.B. Software Crafting: wie kann Software Crafting Prinzipien und Methoden im Blockchain Umfeld angewandt werden, wie kann es dort helfen dort besser zu arbeiten? Für mich, dem JS guy, stellte sich die frage: wie wird Javascript im bereich Machine Learning verwendet? Wie spielt das zusammen. Neue Themen kommen ja in aller regel nicht aus dem nichts und erschaffen einen völlig neuen Raum für sich. Sie integrieren sich in, verändern oder verdrängen Bestehendes.

    Ihr müsst also gar nicht Blockchain, Serverless oder AR für sich betrachten, sondern könnt aus eurem Thema heraus darauf schauen. Das hat den vorteil für euch, dass sowohl das neue kennengelernt als auch das alte weiterentwickelt wird. Das hat auch für die Spezialisten der Hypethemen den vorteil, dass sie sich weniger um diese Integration allein kümmenr müssen, das setteln, sondern können auf euch aufsetzen. Auch hier die Entwicklung im JS ecosystem ein Beispiel für.

  4. fonzerelly kommentierte am 17.03.2018:

    … mir geht es auch so, dass ich das Gefühl habe nicht mehr hinterher zu kommen. Und ich find es such irgendwie traurig, dass Software Craftship scheinbar immer weniger Bedeutung zu haben scheint. Bräuchte doch auch meine Firma dringend mehr Qualitätsbewustsein. Vielleicht lüg ich mir auch in die Tasche. Aber ich hab das Gefühl AI, SmartContracts sind alles Themen, die andere grundlegend schon gelöst haben. Wir als Entwickler müßen eigentlich uns nur die passende API anschauen. Ich hab zum Glück gerade die Gelegenheit mich ein wenig mit AI in der IBM Cloud zu beschäftigen und ja es gibt einen Haufen Services und APIs. Aber genauso wie ich nicht die ganze API von NodeJs kenne brauch ich auch nicht die ganze API der AI Cloud kennen. Es ist also vermutlich nicht ganz so dramatisch, wie es sich anfühlt. Aber beurteilen zu können was gute Software ist wird auch in Zukunft noch relevant sein. Es könnte aber sein wie mit Altenpflege oder Kindererziehung: Es ist klar, dass alle es brauchen, aber fett bezahlt wirst du nur fürs aktuelle Hypethema. In diesem Sinne….

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